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-7 Tage

Eine Woche noch, bis ich wieder in Deutschland bin. Ich bin jetzt schon verwirrt - Samstag Abflug, Sonntag Ankunft, laut Uhrzeit liegen dann ca. 15 Stunden dazwischen, obwohl ich nur neun Stunden im Flugzeug saß. Blöde Zeitzonen. Aufgrund der Tatsache, dass ich hier nachmittags los fliege, komme ich in Deutschland um acht Uhr irgendwas an, für mich ist es dann zwei Uhr nachts... jippie.

So nebenbei - meine Wenigkeit war heute in Kanada. Genauer gesagt, Windsor. Keine wirklich großen Aktivitäten, außer am Fluss herumgegangen, Eis gegessen [das kann man auch im Oktober, und wer was anderes behauptet, ist eine olle Frostbeule...] und irgendwelchen Unfug fotografiert, den ich jetzt auch zeigen würde, wenn ich ein Kartenlesegerät hätte. Wenn ich das habe [komm da momentan nicht ran], bastel ich die in den Eintrag hier...

Bei der Rückfahrt ist mir mal wieder aufgefallen, dass in Detroit unheimlich viele kaputte Industriehallen/Fabriken und sonstige verfallene, graffitibeschmierte Gebäude herumstehen. Da ärgert es mich manchmal, dass ich aus dem Auto aus so schlecht fotografieren kann... Oh, und: Das Verkehrssystem ist grauenhaft. Wenn man dann noch dazu nimmt, dass es auf den Straßen im Gegensatz zu Deutschland egal ist, ob man auf der linken Spur schneller fährt als auf der rechten, wundert mich nicht mehr, dass hier einige Autounfälle passieren.

Noch eine Anekdote am Rande - die Securitys an der Grenze sind manchmal echt ein wenig überparanoid. Wie gesagt, Kanada - bedeutet, zweimal Pass vorlegen. Auf dem Hinweg hat das auch problemlos geklappt. Beamtin stellt nur die obligatorischen Fragen [waren sie schonmal da, haben sie irgendwelche Waffen und Lebensmittel dabei], guckt die Pässe kurz durch und gut ist. Naja. Auf dem Rückweg, nachdem wir über die Ambassador Bridge gefahren sind, kommen wir also an den Schalter. Ich dreh Däumchen und höre Musik, auf einmal werd ich angetippt - irgendwas ist wohl. Na gut. Securitybeamter blättert in den Pässen herum, fragt den Fahrer, wie lange wir in Kanada waren ["About three hours"] und nun gut. Irgendwas scheint ihn wohl daran zu stören, dass ich einen anderen Nachnamen habe, denn ich werde selbst nochmal befragt. Das Gespräch darf man sich in etwa so vorstellen [die Abfolge der Fragen stimmt vielleicht nicht mehr ganz, ich hab das ja nicht auswendig gelernt]:

S[ecuritybeamter]: How long have you been in Canada?
Ich: About three hours.

[Fragen, ob ich irgendwas an illegalem Zeug dabei hätte und so weiter]


S: [schaut in meinen Pass] How old are you?
Ich: Seventeen. [gedanklich: Du blätterst doch grade in meinem Pass. Oder?]
S: And these are your friends?
Ich: Yes. [Nein, sie haben mich entführt...]
S: Where did you get to know them?
Ich: Friends of our family, you see.

Also echt... dagegen war das so "gefürchtete" Einreiseprozedere ja nun echt nichts, der Fragekatalog ging noch weiter, ich hab das meiste allerdings nicht mehr im Kopf, nur, dass ich alle Fragen zu mitgeführtem Geld etc. separat beantworten musste und nochmal gefragt wurde, was ich in den Staaten wollte... warum auch immer. Im Endeffekt haben wir da an die 7 Minuten Frage-und-Antwort-Pingpong gespielt.

Nun denn, das wars dann auch schon wieder. Ich müsste ja den Buchladen, in dem ich war, nochmal loben, aber das mache ich aufgrund akuter Müdigkeitserscheinungen besser morgähn. [Entschuldigung, es ist mit mir durchgegangen... ]

Bis zum nächsten Mal, eure Außenstelle für völlig sinnloses Wissen 6000 km weiter westlich.

 

5.10.08 05:34
 

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